Editorial

Inhalte

Hinter Gittern


Mit dem Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht hatten wir das Glück, das Regionalgefängnis Thun zu besuchen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

 

Text Amira El-Baradie, 18gQ

Bild Alexander Stämpfli

 

Dort angekommen, wurden wir freundlich vom Stellvertretenden Leiter des Gefängnisses begrüsst und erhielten dank seiner Präsentation einen genaueren Einblick über die Zahlen und Fakten des Justizvollzugs. Auch konnten wir erste Fragen stellen und uns etwas auf die darauffolgende Führung vorbereiten. Als alle Fragen beantwortet waren, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und schon ging die Führung los. Wir waren sehr gespannt, dieses unbekannte Terrain zu betreten und Neues zu lernen. Wir wurden durch fast alle Teile des Gefängnisses geführt, welche alle mehrfach durch Codes und Schlösser gesichert sind. Das Gefängnis ist so gut gesichert, dass es noch kein Insasse und keine Insassin geschafft hat, auszubrechen.

Die erste Station war das Besichtigen der Sicherheitskontrolle, welche ähnlich wie die der Flughäfen aufgebaut ist. Es werden die Menschen, aber auch alle Mitbringsel auf Schmuggelware oder ähnliches untersucht. Denn die Angehörigen der Insassen sind sehr kreativ und haben schon oft versucht, Drogen in Keksen, Schokolade oder auch in Kleidung eingenäht ins Gefängnis zu schmuggeln. Anschliessend sahen wir die Besucherräume in denen die Insassen, durch eine Scheibe abgetrennt, mit ihren Angehörigen sprechen können. Weiter ging es dann zu den Räumen, in denen die Treffen mit den Anwälten oder zum Teil auch Verhandlungen stattfinden. Die nächste Station war das Besichtigen der hauseigenen, mehrsprachigen Bibliothek sowie das Besuchen einer Einzelzelle. Diese ist ungefähr so, wie man es sich vorstellt; Ein rustikales Doppelbett (ein Bett als Ersatz), ein kleiner Tisch, ein Regal, Toilette und Waschbecken sowie ein Fernseher. Auch hatten wir die Möglichkeit, Arbeitsräume zu besichtigen, in denen einige Insassen die Möglichkeit haben, etwas Geld zu verdienen. Später konnten wir auch noch den Spazierhof besuchen. Dieser ist eher ein kühler Betonkäfig und kein gemütlicher Spazierhof. Alles ist abgesichert, sodass man den Himmel nicht wirklich gut erkennen kann. Danach sahen wir noch, über welchen Weg die Insassen ins Gefängnis kommen.

Was mich sehr überrascht hat ist, dass die Angestellten alle unbewaffnet sind. Jedoch tragen sie alle einen Alarmknopf bei sich, den sie in gefährlichen Situationen betätigen können. Sonst hat das Gefängnis ungefähr meiner Vorstellung entsprochen, auch wenn wir den Fitnessraum und die Küche leider nicht besichtigen konnten. Der Besuch des Gefängnisses war ein sehr spannendes und eindrückliches Erlebnis, was ich jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen würde.

Der anschliessende Schritt zurück in die Freiheit ist ein tolles und erleichterndes Gefühl!

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Mit dem Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht hatten wir das Glück, das Regionalgefängnis Thun zu besuchen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

 

Text Amira El-Baradie, 18gQ

Bild Alexander Stämpfli

 

Dort angekommen, wurden wir freundlich vom Stellvertretenden Leiter des Gefängnisses begrüsst und erhielten dank seiner Präsentation einen genaueren Einblick über die Zahlen und Fakten des Justizvollzugs. Auch konnten wir erste Fragen stellen und uns etwas auf die darauffolgende Führung vorbereiten. Als alle Fragen beantwortet waren, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und schon ging die Führung los. Wir waren sehr gespannt, dieses unbekannte Terrain zu betreten und Neues zu lernen. Wir wurden durch fast alle Teile des Gefängnisses geführt, welche alle mehrfach durch Codes und Schlösser gesichert sind. Das Gefängnis ist so gut gesichert, dass es noch kein Insasse und keine Insassin geschafft hat, auszubrechen.

Die erste Station war das Besichtigen der Sicherheitskontrolle, welche ähnlich wie die der Flughäfen aufgebaut ist. Es werden die Menschen, aber auch alle Mitbringsel auf Schmuggelware oder ähnliches untersucht. Denn die Angehörigen der Insassen sind sehr kreativ und haben schon oft versucht, Drogen in Keksen, Schokolade oder auch in Kleidung eingenäht ins Gefängnis zu schmuggeln. Anschliessend sahen wir die Besucherräume in denen die Insassen, durch eine Scheibe abgetrennt, mit ihren Angehörigen sprechen können. Weiter ging es dann zu den Räumen, in denen die Treffen mit den Anwälten oder zum Teil auch Verhandlungen stattfinden. Die nächste Station war das Besichtigen der hauseigenen, mehrsprachigen Bibliothek sowie das Besuchen einer Einzelzelle. Diese ist ungefähr so, wie man es sich vorstellt; Ein rustikales Doppelbett (ein Bett als Ersatz), ein kleiner Tisch, ein Regal, Toilette und Waschbecken sowie ein Fernseher. Auch hatten wir die Möglichkeit, Arbeitsräume zu besichtigen, in denen einige Insassen die Möglichkeit haben, etwas Geld zu verdienen. Später konnten wir auch noch den Spazierhof besuchen. Dieser ist eher ein kühler Betonkäfig und kein gemütlicher Spazierhof. Alles ist abgesichert, sodass man den Himmel nicht wirklich gut erkennen kann. Danach sahen wir noch, über welchen Weg die Insassen ins Gefängnis kommen.

Was mich sehr überrascht hat ist, dass die Angestellten alle unbewaffnet sind. Jedoch tragen sie alle einen Alarmknopf bei sich, den sie in gefährlichen Situationen betätigen können. Sonst hat das Gefängnis ungefähr meiner Vorstellung entsprochen, auch wenn wir den Fitnessraum und die Küche leider nicht besichtigen konnten. Der Besuch des Gefängnisses war ein sehr spannendes und eindrückliches Erlebnis, was ich jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen würde.

Der anschliessende Schritt zurück in die Freiheit ist ein tolles und erleichterndes Gefühl!

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