Editorial

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Top Dogs von Urs Widmer


Das diesjährige Theaterprojekt der Abschlussklassen des Gymnasiums/WMS/FMS Thun brachte eine groteske Komödie von Urs Widmer auf die Bühne. 

(Regie: Lukas Hunziker / Gabriela Schüpbach, Musik: Rasmus Nissen)

 

Text Lukas Hunziker / Gabriela Schüpbach

Fotos Michael Meier

 

Top Dogs also. Nein, das ist weder eine neue Hot-Dog-Variation noch eine Hundeschule für reinrassige Vierbeiner. Obwohl – gekläfft, geschubst, gezerrt und gebissen wird in diesem Stück manchmal auch.

Die Theatergruppe des Gymnasiums Thun hat sich nach eingehender Lektüre möglicher Dramen für ein Stück entschieden, das aus der Feder von Urs Widmer stammt und 1996 unter Volker Hesse im Neumarkt Theater in Zürich seine Premiere feierte.  Das grotesk komödiantische Theaterstück über arbeitslos gewordene Top Manager, sogenannte Top Dogs, ist seither längst zu einem Schweizer Bühnenklassiker geworden.

Das Thema ist ein altes und aktuelles zugleich: Es geht um den homo oeconomicus – es geht um den identitätsstiftenden Wert von Arbeit – es geht vor allem auch darum, was passiert, wenn CEOs ihre Arbeit verlieren, und was Arbeitslosigkeit aus ihnen macht. Da tun sich Abgründe auf und die einst so bewunderten Top Dogs werden zu streunenden Seelen.

Und letztlich geht es um die grundsätzliche Frage, die im Zeitalter der Digitalisierung drängender denn je gestellt werden muss und nicht nur Manager beschäftigt: Braucht es uns eigentlich noch?

Der Freifachkurs Theater beststand aus 13 Schülerinnen und Schülern. Viele von ihnen hatten bereits die Theaterwerkstatt von Anna Friedli im Vorjahr besucht und kamen spielfreudig und motiviert in unser Projekt. Andere hatten sich erst im Abschlussjahr dazu entschlossen, am Primatheater teilzunehmen. Alle aber verband das gleiche Ziel: Theater zu spielen!

Die Spielfreude unserer Gymnasiastinnen und Gymnasiasten passte ideal zum gewählten Drama: Es gibt darin keine eigentlichen Hauptrollen und alle SchauspielerInnen bekamen gleich viel Raum auf der Bühne – viele Szenen sind nur locker miteinander verbunden, lassen sich umstellen und können leicht, da auch vom Autor in den Anweisungen so vorgeschlagen, mit Musik und Bewegung ergänzt werden.

Das regte zu eigenen Ideen an, vieles konnte von den Schülern und Schülerinnen eingebracht und ausprobiert werden. Eine sich entwickelnde Gemeinschaftsproduktion entstand – das bereitete nicht zuletzt auch den beiden Regisseuren und hoffentlich auch dem Publikum viel Freude!

 

Mitgewirkt haben:

Angelique Beer, Jan Brönnimann, Mara Brügger, Jasmin Guldenfels, Anita Meyer, Natascha Rapit, Fabienne Rieder, Dominic Röthlisberger, Olivia Scheidegger, Marco Schibler, Debora Schor, Sofie Schüpbach, Sharon Sperger, Léonie Jeanbourquin (Musik), Janis Schneider (Musik), Jonas Kipfer (Musik)

 

 

Vorschau Abschlusstheater 2019

Text: Erich Binggeli & Sam Linder

 

Wer die Zeitung öffnet, kann heute leicht zum Schluss kommen, dass die Welt verrückt geworden, aus den Fugen geraten ist. Doch was heisst «verrückt» und was «normal»? Das Stück «Einer flog über das Kuckucksnest», welches auf dem 1962 erschienenen Roman von Ken Kesey basiert (welcher wiederum durch den Milos-Forman-Film mit Jack Nickolson in der Hauptrolle berühmt geworden ist), stellt diese zeitlose Frage mit einer Eindringlichkeit, die ihresgleichen sucht.

Unvermindert aktuell ist auch die Thematik, was passiert, wenn ein Einzelner mit einem rigiden System konfrontiert wird. Denn in die von Schwester Ratched mit unnachgiebiger Härte geleitete psychiatrische Klinik kommt mit McMurphy ein neuer Patient, der sich nicht mit dieser Mini-Diktatur abfinden will.

Die Abschlussklassen von Gymnasium, WMS und FMS erarbeiten das virtuos zwischen Komik und Tragik hin- und herpendelte Stück seit dem Februar unter der Leitung von Sam Linder und Erich Binggeli. Die Aufführungen (mit Musik von Elvis Presley) sind für den 1. bis 5. März 2019 im klinisch weissen Lachensaal geplant.

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Top Dogs von Urs Widmer


Das diesjährige Theaterprojekt der Abschlussklassen des Gymnasiums/WMS/FMS Thun brachte eine groteske Komödie von Urs Widmer auf die Bühne. 

(Regie: Lukas Hunziker / Gabriela Schüpbach, Musik: Rasmus Nissen)

 

Text Lukas Hunziker / Gabriela Schüpbach

Fotos Michael Meier

 

Top Dogs also. Nein, das ist weder eine neue Hot-Dog-Variation noch eine Hundeschule für reinrassige Vierbeiner. Obwohl – gekläfft, geschubst, gezerrt und gebissen wird in diesem Stück manchmal auch.

Die Theatergruppe des Gymnasiums Thun hat sich nach eingehender Lektüre möglicher Dramen für ein Stück entschieden, das aus der Feder von Urs Widmer stammt und 1996 unter Volker Hesse im Neumarkt Theater in Zürich seine Premiere feierte.  Das grotesk komödiantische Theaterstück über arbeitslos gewordene Top Manager, sogenannte Top Dogs, ist seither längst zu einem Schweizer Bühnenklassiker geworden.

Das Thema ist ein altes und aktuelles zugleich: Es geht um den homo oeconomicus – es geht um den identitätsstiftenden Wert von Arbeit – es geht vor allem auch darum, was passiert, wenn CEOs ihre Arbeit verlieren, und was Arbeitslosigkeit aus ihnen macht. Da tun sich Abgründe auf und die einst so bewunderten Top Dogs werden zu streunenden Seelen.

Und letztlich geht es um die grundsätzliche Frage, die im Zeitalter der Digitalisierung drängender denn je gestellt werden muss und nicht nur Manager beschäftigt: Braucht es uns eigentlich noch?

Der Freifachkurs Theater beststand aus 13 Schülerinnen und Schülern. Viele von ihnen hatten bereits die Theaterwerkstatt von Anna Friedli im Vorjahr besucht und kamen spielfreudig und motiviert in unser Projekt. Andere hatten sich erst im Abschlussjahr dazu entschlossen, am Primatheater teilzunehmen. Alle aber verband das gleiche Ziel: Theater zu spielen!

Die Spielfreude unserer Gymnasiastinnen und Gymnasiasten passte ideal zum gewählten Drama: Es gibt darin keine eigentlichen Hauptrollen und alle SchauspielerInnen bekamen gleich viel Raum auf der Bühne – viele Szenen sind nur locker miteinander verbunden, lassen sich umstellen und können leicht, da auch vom Autor in den Anweisungen so vorgeschlagen, mit Musik und Bewegung ergänzt werden.

Das regte zu eigenen Ideen an, vieles konnte von den Schülern und Schülerinnen eingebracht und ausprobiert werden. Eine sich entwickelnde Gemeinschaftsproduktion entstand – das bereitete nicht zuletzt auch den beiden Regisseuren und hoffentlich auch dem Publikum viel Freude!

 

Mitgewirkt haben:

Angelique Beer, Jan Brönnimann, Mara Brügger, Jasmin Guldenfels, Anita Meyer, Natascha Rapit, Fabienne Rieder, Dominic Röthlisberger, Olivia Scheidegger, Marco Schibler, Debora Schor, Sofie Schüpbach, Sharon Sperger, Léonie Jeanbourquin (Musik), Janis Schneider (Musik), Jonas Kipfer (Musik)

 

 

Vorschau Abschlusstheater 2019

Text: Erich Binggeli & Sam Linder

 

Wer die Zeitung öffnet, kann heute leicht zum Schluss kommen, dass die Welt verrückt geworden, aus den Fugen geraten ist. Doch was heisst «verrückt» und was «normal»? Das Stück «Einer flog über das Kuckucksnest», welches auf dem 1962 erschienenen Roman von Ken Kesey basiert (welcher wiederum durch den Milos-Forman-Film mit Jack Nickolson in der Hauptrolle berühmt geworden ist), stellt diese zeitlose Frage mit einer Eindringlichkeit, die ihresgleichen sucht.

Unvermindert aktuell ist auch die Thematik, was passiert, wenn ein Einzelner mit einem rigiden System konfrontiert wird. Denn in die von Schwester Ratched mit unnachgiebiger Härte geleitete psychiatrische Klinik kommt mit McMurphy ein neuer Patient, der sich nicht mit dieser Mini-Diktatur abfinden will.

Die Abschlussklassen von Gymnasium, WMS und FMS erarbeiten das virtuos zwischen Komik und Tragik hin- und herpendelte Stück seit dem Februar unter der Leitung von Sam Linder und Erich Binggeli. Die Aufführungen (mit Musik von Elvis Presley) sind für den 1. bis 5. März 2019 im klinisch weissen Lachensaal geplant.

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