Editorial

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Wie wollen wir handeln?


«Gesellschaft, Umwelt und Ethik» – so lautet das Motto der Projektwoche, die gemäss dem neuen Sonderwochenkonzept im September 2017 zum ersten Mal stattfand.

 

Text Niklaus Schefer

Illustration Amira El Baradie, 18gQ

 

Rund 280 Schülerinnen und Schüler des 19g- und 19f-Jahrgangs konnten im Vorfeld in einer Umfrage aus einem Angebot von knapp 20 Projekten ihre Favoriten auswählen. Abhängigkeit, Alternativmedizin, Berlin, Cybermobbing, Eine Aussage wagen, Erneuerbare Energien, Ethik im Sport, Ethik in Medien und Kunst, Gender & Musikvideos, Gesellschaftstanzkurs, Gutes besser tun, Improvisationstheater, Into the Wild, Lawinengefahr, Musik und Toleranz, Farben, Problemfeld Sport, Soweit uns die Füsse tragen, Weniger ist mehr – so lauteten die Titel der verschiedenen Projekte. Sie veranschaulichen die Breite des Angebots an Themen, die sich mit ethischen Fragen in den Bereichen Gesellschaft und/oder Umwelt auseinandersetzten.

Die Woche begann mit einem gemeinsamen Einstieg am Montagmorgen. Nach einer kurzen Einführung in die Ethik folgte die Episode Nosedive der englischen Serie Black Mirror. Im anschliessenden Klassengespräch konnten die ethische Fragestellungen, die der Film rund um unseren Gebrauch moderner Kommunikationstechnologiegeräte stellte, diskutiert werden. Am Nachmittag startete der Unterricht in den einzelnen Projekten.

Mehr als die Hälfte der Gruppen traf sich am Freitagvormittag, um in einem gemeinsamen Abschluss Einblicke in die verschiedenen Projekte zu gewinnen. In Ausstellungen und Präsentationen vor dem Plenum wurden die Ergebnisse der verschiedenen Arbeiten ausgetauscht: Kann ich älteren Menschen mit Gesang eine Freude bereiten? Was genau sind die ökologischen Schattenseiten der Jeans-Produktion in Bangladesch? Wie nachhaltig produzieren Imbissbuden in der Stadt Thun? Wie viele Songs aus der aktuellen Hitparade zeigen in ihren Clips immer noch klar patriarchale Geschlechterrollen? Wie muss ich vorgehen, dass meine Spende nicht nur gut gemeint ist, sondern tatsächlich benachteiligten Menschen hilft? Solche und ähnliche Fragen wurden in angeregten Gesprächen diskutiert. Und so endete die Projektwoche, die ein Markenzeichen Schule als UNESCO-assoziierte Bildungsinstitution darstellt.

Wir hoffen, dass wir damit viele junge Menschen auf ethische Aspekte unseres Umgangs mit der Umwelt und in unserer Gesellschaft sensibilisieren konnten.

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Wie wollen wir handeln?


«Gesellschaft, Umwelt und Ethik» – so lautet das Motto der Projektwoche, die gemäss dem neuen Sonderwochenkonzept im September 2017 zum ersten Mal stattfand.

 

Text Niklaus Schefer

Illustration Amira El Baradie, 18gQ

 

Rund 280 Schülerinnen und Schüler des 19g- und 19f-Jahrgangs konnten im Vorfeld in einer Umfrage aus einem Angebot von knapp 20 Projekten ihre Favoriten auswählen. Abhängigkeit, Alternativmedizin, Berlin, Cybermobbing, Eine Aussage wagen, Erneuerbare Energien, Ethik im Sport, Ethik in Medien und Kunst, Gender & Musikvideos, Gesellschaftstanzkurs, Gutes besser tun, Improvisationstheater, Into the Wild, Lawinengefahr, Musik und Toleranz, Farben, Problemfeld Sport, Soweit uns die Füsse tragen, Weniger ist mehr – so lauteten die Titel der verschiedenen Projekte. Sie veranschaulichen die Breite des Angebots an Themen, die sich mit ethischen Fragen in den Bereichen Gesellschaft und/oder Umwelt auseinandersetzten.

Die Woche begann mit einem gemeinsamen Einstieg am Montagmorgen. Nach einer kurzen Einführung in die Ethik folgte die Episode Nosedive der englischen Serie Black Mirror. Im anschliessenden Klassengespräch konnten die ethische Fragestellungen, die der Film rund um unseren Gebrauch moderner Kommunikationstechnologiegeräte stellte, diskutiert werden. Am Nachmittag startete der Unterricht in den einzelnen Projekten.

Mehr als die Hälfte der Gruppen traf sich am Freitagvormittag, um in einem gemeinsamen Abschluss Einblicke in die verschiedenen Projekte zu gewinnen. In Ausstellungen und Präsentationen vor dem Plenum wurden die Ergebnisse der verschiedenen Arbeiten ausgetauscht: Kann ich älteren Menschen mit Gesang eine Freude bereiten? Was genau sind die ökologischen Schattenseiten der Jeans-Produktion in Bangladesch? Wie nachhaltig produzieren Imbissbuden in der Stadt Thun? Wie viele Songs aus der aktuellen Hitparade zeigen in ihren Clips immer noch klar patriarchale Geschlechterrollen? Wie muss ich vorgehen, dass meine Spende nicht nur gut gemeint ist, sondern tatsächlich benachteiligten Menschen hilft? Solche und ähnliche Fragen wurden in angeregten Gesprächen diskutiert. Und so endete die Projektwoche, die ein Markenzeichen Schule als UNESCO-assoziierte Bildungsinstitution darstellt.

Wir hoffen, dass wir damit viele junge Menschen auf ethische Aspekte unseres Umgangs mit der Umwelt und in unserer Gesellschaft sensibilisieren konnten.

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